1.000 E-Ladestellen für Wien (bis 2020)

Wien Energie setzt sich für eine Verkehrswende ein.

Nachdem im Herbst 2017 mit viel „Aufregung“ die erste neue Ladestelle im 9.Bezirk eröffnet wurde, hat es ein weiteres, halbe Jahr gebraucht bis die Geschichte weitergeht. Auf der tankE-Website liest man „Ende Jänner werden die ersten 20 der insgesamt 1.000 öffentlichen Ladestellen in den Bezirken Neubau (1070) und Floridsdorf (1210) errichtet. Bis zum Sommer werden so pro Woche ein Bezirk nach dem anderen mit 10 Ladestellen ausgestattet.“ …

Februar 2018: Habe obiges Statement heute gelesen und mich spontan für eine Entdeckungstour entschlossen. Was habe ich in Neubau und Floridsdorf entdeckt ?

Ich kann nun bestätigen, sie sind („bis Anfang März„) verhüllt …

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1220 – Seestadt (Aspern P2)

Adresse: Agnes-Primocic-Gasse 4

Es gibt aktuell 2 Parkgaragen in der Seestadt, die mit Ladestationen ausgestattet sind, ich habe diese verwendet, da sie in der Nähe der von mir besuchten Buchhandlung „Seeseiten“ liegt.

10 Lade-Parkplätze gleich bei der Einfahrt, Garage 2€ pro Stunde – Willkommen in der Zukunft !

1090 – Porzellangasse 4

Update 1.2018: Markierung und Hinweistafeln wurden zwischenzeitlich montiert. Man sieht aber oft das immer größer werdende Problem, dass Hybride die Station „blockieren“ …

11.10.2017: Na, jetzt scheint sich endlich etwas zu tun ! Vor 1 1/2 Jahren wurde auf einer Pressekonferenz der Richtungswechsel angekündigt, bis dahin hat die Stadt Wien ja die Entwicklung der Elektromobilität eher behindert. Nach der etwas längeren Planungs- und Ausschreibungsphase wurde nun am 5.10.2017 die erste neue Ladestation eröffnet. Natürlich mit Presse und TamTam …

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Eine Woche später an der gleichen Stelle (Porzellangasse 4) … natürlich kann nicht geladen werden, da es weder eine Bodenmarkierung noch ein Hinweisschild gibt und daher die Ladestation von „normalen“ Autos verparkt ist ! Hätte man sinnvollerweise gleich mitmachen können, die zuständigen Magistrate werden doch wohl zusammenarbeiten können, oder ?

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Zumindest anschauen kann man sie … schön grün leuchten tut sie auch schon !
🙂
2 x Typ2 Steckdosen

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Die Abrechnung basiert auf einem Zeit-Leistungsmodell, was heißt, dass die Nutzung der Infrastruktur (Ansteckdauer) und das Laden getrennt verrechnet werden. Dies ist eine Novität in Wien, die eine exakte Abrechnung sicherstellt.

Da bin ich auch noch neugierig, wie viel ich für meine 3,7kW ablegen muss, aber das ist eine andere Geschichte …

Garage Schwarzenbergplatz

Eigentlich ist die Einfahrt ums Eck‘ – Am Heumarkt 39. Es gibt 2 Parkplätze für e-Mobile mit einer tankE-Ladestation, jetzt auch mit „Steher“ blockiert, damit nicht „normale“ Autos die Plätze besetzen (wie vor ein paar Wochen, wo die Ladestelle immer blockiert war).

Das Besondere hier ist, dass es eine Abendpauschale für das Parken gibt, 6.-€ für 18-24 Uhr, das bedeutet der Theaterbesuch (Akademietheater/Konzerthaus) und das anschließende Essen kann entspannter stattfinden !

Quo vadis – Elektromobilität (Teil 2)

Ich bin neuerdings öfters im Osten Niederösterreichs und speziell im Winter wird es manchmal sehr knapp mit der elektrischen Reichweite meines Ampera’s um von unserem Wiener Domizil zu dem angestrebten Ziel in der Nähe von Gänserndorf (52km) zu kommen. Daher habe ich mir aktuell die dortige Ladesituation mit Hilfe des Verzeichnisses von goingelectric.de angesehen. Ideal scheint, einen Einkauf bei Hofer/Interspar/Billa mit etwas Stromnachladen zu kombinieren. 3 Möglichkeiten bieten sich diesbezüglich in der Nähe an:

(1) VW – Auto Wiesinger

Eine tolle Ladestation mit Typ-2 Steckdose und CC-Kabel, allerdings mit Zettel „keine öffentliche Ladestation“ beschriftet. Obwohl Station frei war, wurde mir nicht erlaubt, für ~1/2 Stunde (~2kW / ~40Cent) während dem Einkauf nachzuladen. Der Standortleiter (?) nach dem ich gefragt hatte, hat sich nicht einmal herabgelassen mit mir persönlich zu sprechen, sondern hat mir ein „Nein“ ausrichten lassen. Der VW elektro-Golf Prospekt, den ich mir 3 Tage vorher bei der Messe besorgt hatte verliert mit derartiger Freundlichkeit plötzlich sehr an Bedeutung.

(2) ÖAMTC

Eine Ladestation des vorigen Jahrhunderts, funktioniert nach Angaben des goingelectric-Verzeichnisses ohnehin nicht, aber auch hier die Aufschrift „Exklusiv für Mitglieder“. Ich probier’s gleich garnicht.

(3) Renault Lauer

Eine tankE-Ladebox mit Typ-2 Steckdose, gerade in Verwendung. Der Werkstättenleiter kommt persönlich zu einem Gespräch und erläutert die Situation. Sie brauchen während der Betriebszeiten die Station zum Aufladen den Kundenfahrzeuge, daher ist sie fast immer besetzt. Aber am Wochenende bzw. außerhalb der Öffnungszeiten könnte ich immer Laden. Hilft mir zwar aktuell nicht weiter, aber war sehr freundlich und die Argumente angesichts der Zoe-Zulassungszahlen nachvollziehbar.

Trotzdem … Quo vadis ?

Quo vadis – Elektromobilität (Teil 1)

Ich habe jetzt meinen Ampera fast 5 Jahre. 2012 habe ich ihn bei der Automesse in Wien kennengelernt und probegefahren und es war um mich geschehen. Aber das ist eine andere Geschichte … Ich mache mir zuletzt sehr oft Gedanken, wie sich die Elektromobilität in diesen 5 Jahren entwickelt hat. diesbezügliche Erfahrungen möchte ich hier festhalten …

Automesse 2017. Ich mache den Fehler mit dem Auto anzureisen, ja eh …. Praterstern – Parkgarage 30 Minuten. In der Garage (Parkhaus D, 1800-Platz-Garage mit 8 eParkplätzen) alle eParkplätze frei, mit 2km Restreichweite angesteckt und gefreut. War auch noch ziemlich früh (9 Uhr) und das Parkhaus generell kaum besetzt. Mittags beim Zurückkommen hat es dann schon anders ausgesehen, Parkhaus noch 1/3 leer aber 6 der 8 eParkplätze wieder von Benziner/Diesel besetzt. Wie war das 2012 ? Hat sich da etwas verbessert ?

Quo vadis ?

Strom und die Art, eine Reisen zu planen – (3b)

(Fortsetzung von hier …)

Natürlich ging es dann auch wieder Richtung Norden, der Ausgangspunkt meiner nächtlichen Rück-Tour war Fürstenfeld, genauer die Smatrics-Ladestation im Fachmarktzentrum Fürstenfeld (Körmenderstraße 19, 8280 Fürstenfeld). Ich kam dort relativ spät an (21 Uhr), konnte aber noch während des Ladens ein sehr gutes Abendessen in einem chinesischen Restaurant (C&C Wok) genießen.

1.Etappe – Fürstenfeld – ENI Raststation Loipersdorf (Markt Allhau) – 45km (bergauf)

Das war schon die erste Nacht-Etappe mit sehr wenig Verkehr, daher war es kein Problem, dass ich nur 110km/h gefahren bin. Verbrauch am Ziel: 8,1kWh für 44,6km (18,6 kWh/100km), Rest 11km. Auch diese Nacht war eher kalt, 13°C im August !?!? Hauptproblem war aber dann eigentlich die Ladesäule, die mit einer Fehlermeldung das Laden verweigerte. Obwohl es schon nach 1 Uhr in der Nacht war, hat sich sofort auf der Hotline-Telefonnummer jemand gemeldet. Anfangs war auch online nicht ersichtlich, warum die Station ein Problem macht, aber sie wurde dann per Fernsteuerung heruntergefahren und neu initialisiert. Dann hat alles weitere geklappt. Und wieder möchte ich mich bei Smatrics für dieses tolle Service bedanken !

2. Etappe – Loipersdorf – Wiener Neustadt (Billa) – 63km (aber über Wechsel-Pass)

Die ganze Strecke über den Wechsel-Pass mit nur 110km/h. In der Nacht vermutlich kein Problem, da kann man sich auch einem LKW anschließen, aber wenn man so wie ich um ~5Uhr Früh den ganzen Pendlerverkehr abbekommt, dann wird es kritisch. Einzige Unterstützung war der leichte Regen, der am Wechsel eigentlich eine Geschwindigkeitsbeschränkung (auf 100km/h) bewirkt. Weit und breit gab es auch keinen LKW, der mich beschützt hätte. Ich habe noch nie derartige Überholmanöver gesehen wie in dieser Nacht. Baufahrzeuge („Pritsche“) oder Lieferwagen mit geschätzte 150km/h über die kurvige Autobahn bei leichtem Regenfall, ist das wirklich notwendig ? Ich habe es jedenfalls gesund und elektrisch knapp geschafft, 2km Restreichweite sagt alles, oder ? Verbrauch am Ziel: 9,7kWh für 63,2km (15,3 kWh/100km) – Ein schöner Sonnenaufgang inklusive Frühstück vom Billa haben mich dann wieder beruhigt …

3.Etappe – Wiener Neustadt – Im Frühverkehr nach Wien – 55km

Stau war nicht so schlimm, hat alles gut geklappt. Verbrauch am Ziel: 6,9kWh für 55,0km (12,5 kWh/100km) – 26km Restreichweite.

Resümee: 12 Stunden für 163km klingen arg, aber so eine Nachtfahrt macht Spaß. Einige Rahmenbedingungen sollte man berücksichtigen („Pendlerpanik“ zwischen 5 und 7 Uhr) aber wenn man ein spannendes Buch hat und eine Thermoskanne mit gutem Tee kann man auch als Ampera-Fahrer weite Strecken elektrisch zurücklegen – Geduld und etwas „Fanatismus“ vorausgesetzt 😉

Fortsetzung folgt ?